Luftwechselmessung nach ASTM 741-2013

Der US-Standard ASTM 741-2013 definiert, wie normgerecht eine Luftwechselmessung durchzuführen ist. Die darin beschriebene Vorgehensweise wird von TracerTech vorgeschlagen, wenn für offizielle Gutachten (Gerichtsverfahren, Streitigkeiten etc.) die Luftwechselzahl zu messen ist.

Doch worin unterscheidet sich die ASTM-Vorgehensweise zur Basis- und Kombimessung?
Zunächst ist nach der Injektion im Raum die Gleichmäßigkeit der Tracergasdurchmischung im Raum über Probenahmen an mehreren Stellen nachzuweisen. Am Ende der Messung ist nochmals die vollständige Durchmischung durch Probenahme an mehreren Stellen im Raum nachzuweisen. Außerdem sind zuvor bestimmte  Zeitabstände zwischen den Messungen je nach geschätztem Luftwechsel und eine meist größere Anzahl an Probenahmen vorgeschrieben. Die Qualität der LW-Messung, d.h. die Genauigkeit, ist bei der ASTM-Vorgehensweise höher und Ungleichheiten bei der Durchmischung werden quantifiziert, was beim Basis- und Kombiset bei nur je 5 Probenahmepunkten nicht gegeben ist.

Das ASTM-Verfahren beinhaltet auch die Probenahme über Spritzen, es beinhaltet aber nicht die räumlich integrale Probenahme wie beim Basis- und Kombiset vorgeschrieben, bei welcher Ungleichmäßigkeiten in der Vermischung den dadurch hervorgerufenen Fehler weitgehend ausgleichen.

Wenn Basis- oder Kombimessungen sorgfältig nach Anleitung in normalen Wohnungen (Raumhöhen < 5m, Raumvolumina < 3.000m³) durchgeführt werden, unterscheiden sich die Ergebnisse nicht von der Messung nach ASTM.

Bei größeren Volumina gerade im industriellen Bereich oder in Kirchen raten wir immer zu zusätzlichen punktuellen Probemessungen, um zu wissen, wie gut die Durchmischung wirklich gelungen ist.

Für eine ASTM-Standardmessung (Raumhöhen < 5m, Raumvolumina < 3.000m³) gibt es einen Festpreis, für spezifische Anwendungen wird die Vorgehensweise von uns empfohlen und der Preis entsprechend kalkuliert.